Ab morgen muss ich in die Klinik.
Es ist ein Gefühl, dass ich nicht beschreiben kann. Angst, Ablehnung, Ungewissheit und doch irgendwo eine kleine.. Vorfreude. Im Sinne von 'vielleicht wird jetzt endlich alles besser, vielleicht helfen die mir da'.
Kaum einer weiß davon. Warum auch? Wieso sollte ich neuen Stoff liefern, über den sich jeder das Maul zerreißen kann?
Ich frage mich, was die paar Leute über mich denken, die es wissen. Empfinden sie Mitleid? Fragen sie sich, ob sie mir nicht hätten helfen können? Oder sind sie einfach nur dankbar, dass sie nicht mein Leben leben müssen?
Keiner hat sich bisher gemeldet, um mir alles gute für morgen zu wünschen. Als wäre das irgendein banaler Termin zu dem ich gehe. Ganz nach dem typischen Motto "Ach die macht das schon, sie ist ja schon groß"
Wahrscheinlich denken sie nichtmal dran. Haben wichtigeres im Kopf.
Und ich? Ich sitze hier auf meinem Bett und weiß nicht mehr weiter. Tausend Stimmen in meinen Kopf rufen, ich soll den Mist absagen. Weil es eh nichts bringt. Weil ich schon seit Jahren so lebe, und bisher immerwieder rauskam aus allem. Ohne Doc in weißem Kittel. Ohne irgendwelche Therapien. Ohne irgendwen.
Tausend Stimmen, alle gegen mich. Sie alle reden auf mich ein. Und keiner ist da, der mir irgendeinen Weg zeigt.
Der mir sagt, dass er an mich glaubt, und für mich da ist in den nächsten Wochen.
Der mir sagt, dass er an mich glaubt, und für mich da ist in den nächsten Wochen.
Und ganz ehrlich, ich weiß nicht was schlimmer ist: Dass es so mit mir bergab ging, dass man mich jetzt in eine Klinik steckt - oder die Tatsache, dass selbst das keinen zu kümmern scheint.
Beides ist scheiße. Richtig scheiße.