21. Januar 2013

auf dem boden der tatsachen

es gibt diese momente, da ist alles doppelt schlimm.
man fühlt sich eh immer einsam, aber wenn man glückliche leute zusammen sieht, ist es noch unerträglicher.
der blick in den spiegel ist ohnehin schon schlimm genug - dann sieht man fotos von sich. auf fotos ist es richtig schrecklich mit einem, findet ihr nicht auch? 
und dann sind da diese situationen, die man sich in gedanken vorstellt. gespräche, gefühle, besondere anlässe. wir stellen uns diese situationen möglichst negativ vor, um dann wenn es soweit ist, nicht enttäuscht zu werden. doch wenn dann tatsächlich alles so beschissen kommt wie man es sich vorgestellt hat, reißt es einen trotzdem in ein tiefes loch. man rechnet damit, blöde sprüche und blicke abzubekommen. sollte man nicht auch irgendwann dran gewöhnt sein? und doch tut es weh. all diese dinge tun weh, weil plötzlich alles noch viel schlimmer ist als angenommen. 
schlimmer als man gedacht hat, als man gehofft hat. 
man ist eigentlich noch viel einsamer, hässlicher, unwichtiger als man es sich eh schon dachte. und wenn man das realisiert, was kann man dann noch tun? 
was kann ich tun? 
es gibt diese momente, da ist alles doppelt schlimm. 
und plötzlich dauern diese momente vierundzwanzig stunden