ich habe keine ahnung von liebe.
es gibt ihn nicht, den einen da draußen der zu mir gehört. es gab ihn nie.
und normalerweise verbringe ich den großteil des tages damit, mich deswegen zu bemitleiden, glückliche pärchen zu hassen und alles scheiße zu finden.
aber heute war wieder einer dieser tage. ein tag, an dem ich hoffe.
ich war vorhin in der stadt, lief durch die leere einkaufsstraße. mein ipod spielte irgendein langes klavierstück, und irgendwann blieb ich stehen.
es wurde langsam dunkel draußen, und der mond scheinte schon hell.
ich stand also da, schaute zum mond, und fragte mich, was die person gerade macht, die irgendwann zu mir gehören wird. wo er gerade ist, wie er sich fühlt, ob er auch gerade den mond sieht. der gedanke, dass da draußen der eine ist, ein fremder, den ich irgendwann treffen werde, jemand der auch gerade sein leben lebt, mit dem ich irgendwann leben werde.. dieser gedanke ist natürlich furchtbar kitschig, aber jetzt gerade ist er alles für mich, er gibt mir hoffnung.
vielleicht bin ich zu naiv, vielleicht gucke ich zu viele filme und serien.
aber dann will ich halt heute mal so sein. naiv, kitschig, romantisch.
andere sind doch auch so, also darf ich das auch. hin und wieder mal.